Scoping Workshop in Bremerhaven

Am 18. und 19. November 2025 traf sich die Lifespan AI Gruppe zu einem Scoping Workshop Atlantic Hotel Sail City Bremerhaven.

Eine Gruppe Wissenschaftler:innen diskutiert.
In den Sessions wurden in verschiedenen Formaten wichtige Aspekte der Antragstellung detailliert besprochen. (c) Michaelis

Der zweitägige Workshop mit dem Titel „Artificial Intelligence through the Lifespan“ untersuchte, welche Methoden und Modelle der Künstlichen Intelligenz entwickelt werden müssen, um die Gesundheits­versorgung durch präzise und personalisierte Vorhersagen, frühzeitige Prävention und gezielte, kausal orientierte Interventionen zu verbessern. Insbesondere wurde erarbeitet, welche Daten für diese Zwecke zur Verfügung stehen sollten, wie fehlende Daten aufgezeichnet, aufbereitet, und kuratiert werden müssen, welches die besten Strategien zur Datenfusion verschiedener Modalitäten sind und welche Herausforderungen sich dabei ergeben.

Das Hauptziel des Scoping Workshops war die Vorbereitung des DFG-Folgeantrags für die KI-FOR Lifespan AI. In den Sessions wurden in verschiedenen Formaten wichtige Aspekte der Antragstellung detailliert besprochen. Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag dabei auf den Inhalten des Antrags. Zentrale Themen dabei waren der Aspekt der Datenerhebung und -fusion sowie KI-Methoden für Auswertung und Prädiktion. Zwei spannende Paneldiskussionen mit Impulsvorträgen von renommierten Gästen setzten wissenschaftliche Highlights und boten zudem viel Diskussionsstoff für die zukünftige Ausrichtung der Forschungsgruppe.

Im ersten Panel mit dem Thema „Data and Methods“ diskutierten Prof. Dr. Sonja Greven (Humboldt Universität Berlin) und Dr. Michael Wand (Dalle Molle Institute for Artificial Intelligence USI-SUPSI, Lugano) mit Prof. Dr. Matthias Günther (MEVIS), Prof. Dr. Martin Mundt (UB) und Prof. Dr. Tanja Schultz (UB) die neusten methodischen Entwicklungen im Bereich Erfassung und Auswertung von komplexen multimodalen Biosignal- und Gesundheitsdaten.

Das zweite Panel mit dem Titel „Interpretation and Applications“ legte einen besonderen Fokus auf Prävention und Prädiktion in der Praxis. Dort gab es Input von Prof. Dr. Johannes Schröder (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Christiane Thiel (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Horst Hahn (MEVIS) und Prof. Dr. Marvin Wright (BIPS). Der wissenschaftliche Austausch zu diesen zentralen Themenfeldern belebte die Debatte und reicherte die inhaltlichen Diskussionen zur strategischen Planung für die Zukunft von Lifespan AI an.